30 Jahre Junge Sinfonie Berlin – Konzerte in Berlin und Hamburg

Um das 30. Jahr ihres Bestehens zu feiern, präsentiert die Junge Sinfonie Berlin unter Leitung von Marc Piollet zu Jahresbeginn gleich zwei Schlüsselwerke des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts: Anton Bruckners monumentale 9. Sinfonie, „dem lieben Gott“ gewidmet, und Igor Strawinskys Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“, seinerzeit eine der skandalträchtigsten neuen Kompositionen. Während Bruckner in seiner letzten, unvollendet gebliebenen Sinfonie seine archaische Tonsprache auf die Spitze treibt und dabei bereits auf das sich ankündigende Ende der Tonalität verweist, reizt Strawinsky in seinem vom heidnischen Mystizismus des alten Russland inspirierten Ballett die Grenzen der bis dahin bekannten Musik aus – und greift doch oftmals auf jahrhundertealte überlieferte Melodien zurück.

Termine:
4. Januar 2019: Laeiszhalle Hamburg
6. Januar 2019:

Rückkehr an das Konzerthaus Dortmund

Marc Piollet kehrt im Dezember an das Konzerthaus Dortmund  zurück. Am 11. und 12. Dezember leitet er die Dortmunder Philharmoniker mit zwei Konzerten unter dem Titel „Trauer und Hoffnung“. Solist ist Alexandre Tharaud, der Ravels Klavierkonzert in G-Dur interpretiert. Auch Mozarts Prager Symphonie Nr. 38 D-Dur steht auf dem Programm. Dagegen stehen für die Trauer das selten gespielte Mahnmal für Lidice von Bohuslav Martinů, welches der tschechische Komponist im amerikanischen Exil für die Opfer des Lidice-Massakers schrieb, sowie Benjamin Brittens Sinfonia da Requiem op. 20., die nach seiner Flucht nach Amerika kurz vor dem zweiten Weltkrieg entstand.

Arien-Sternstunden mit Piotr Beczala in Dublin, Barcelona und Valencia

Sehr gerne arbeitet Marc Piollet mit Piotr Beczala, immer wieder führen sie gemeinsame Projekte zusammen. Derzeit sind die beiden unterwegs mit einem beliebten Arien-Programm, darunter Auszüge aus Verdis Luisa Miller, Puccinis Tosca und Turandot sowie Bizets Carmen: Nach einer ersten Station Anfang November in Dublin mit dem RTE Orchestra geht es nun am 24. November nach Barcelona zum Orchester des Teatro del Liceu, wo er zuletzt 2016 Puccinis La Bohème dirigierte, und schließlich am 30. November zum Palau de la Música mit dem Valencia Orchestra.

Marc Piollet beim Wiener Jeunesse Orchester

Marc Piollet steht zum ersten Mal am Pult des Wiener Jeunesse Orchesters und geht in der Jubiläumssaison 30 Jahre WJO mit dem Orchester auf Frühjahrstournee nach Schwaz (13.04.), ins Wiener Konzerthaus (15.04.), ins Brucknerhaus Linz (17.04.) und in die Philharmonie Bratislava (18.04.). Unter seiner Leitung musiziert das Jugendsymphonieorchester zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein die Suite aus Candide und zwei Meilensteine von Bernsteins musikalischem Favoriten Gustav Mahler: die Rückert-Lieder und Mahlers Symphonie Nr. 5.

Deutsche Oper am Rhein: Strawinskys Petruschka meets Ravels L’Enfant et les Sortilèges

Marc Piollet kehrt für ein ganz besonderes Engagement an die Deutsche Oper am Rhein zurück: Am 9. März feiert in Düsseldorf die in Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin kreierte Neuinterpretation von Igor Strawinskys Petruschka und Maurice Ravels Kurzoper L’Enfant et les Sortilèges Premiere. Die britische Theatergruppe „1927“ verbindet in ihrer Inszenierung zwei Werke, die ihren Ursprung im Paris des frühen 20. Jahrhunderts haben. Die Vorstellungen laufen bis zum 21. Mai. Einen Beitrag über die Produktion finden Sie hier im WDR Fernsehen!

Als regelmäßiger Gastdirigent an der Deutschen Oper am Rhein war Marc Piollet in den letzten Jahren unter anderem mit Opernproduktionen wie Mozarts Don Giovanni und Die Entführung aus dem Serail, Bizets Carmen und Wagners Der fliegende Holländer zu erleben.

Marc Piollet leitet nun erneut die Düsseldorfer Symphoniker, den Chor der Deutschen Oper am Rhein und den Kinderchor der Akademie für Chor und Musiktheater. Bis zum 10. Mai finden zehn Vorstellungen statt.

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© Iko Freese / drama-berlin.de

Strawinskys als Ballett und Konzertstück bekannte Burlesque wird in einer scheinbar die Naturgesetze außer Kraft setzenden Kombination aus Animation und Akrobatik im Stil des Cirque du Soleil erzählt.
Auch in Ravels Werk verschmelzen Orchesterklang und Gesang mit Darstellern und Animationen und führen in den Bildwelten von „1927“ zu einem alle Sinne berauschenden Erlebnis. Einblicke in diese außergewöhnliche Produktion gibt dieser Trailer:

Ab 13. April geht Marc Piollet mit dem Wiener Jeunesse Orchester auf Tour mit Stationen unter anderem im Wiener Konzerthaus. Auf dem Programm stehen Werke von Bernstein und Mahler.
Die Wiederaufnahme von Catalanis La Wally führt ihn Mitte Juni zurück an die Wiener Volksoper.

Marc Piollet am Teatro Real

Ab dem 11. Oktober dirigiert Marc Piollet am Teatro Real in Madrid Calixto Bieitos Erfolgsproduktion der Bizet-Oper Carmen. In nicht weniger als 18 Vorstellungen wird sie nun erstmals am Teatro Real präsentiert (11.10. – 17.11.). Bieitos Carmen spielt in den 1970er Jahren und erzählt eine Geschichte der Gewalt, von gefährlichen Grenzen und der ethnischen Zugehörigkeit und hat somit wenig mit der konventionellen Inszenierung des andalusischen Flamenco-Charakters zu tun.

Brahms, Roussel und Franck bei der Neuen Philharmonie Westfalen

Soeben zurück von der gefeierten Premiere von Catalanis La Wally in Wien ist Marc Piollet zu Gast bei der Neuen Philharmonie Westfalen. Auf dem Programm stehen das Doppelkonzert von Johannes Brahms, Albert Roussels Bacchus et Ariane und César Francks Psyché. Am Pult des Landesorchesters ist der Dirigent in Gelsenkirchen (03.04.), Recklinghausen (04.04.), Kamen (05.04.) und Witten (28.04.) zu erleben.

Neuproduktion La Wally an der Wiener Volksoper

Marc Piollet kehrt an die Wiener Volksoper zurück, dieses Mal mit einer Neuproduktion: Er übernimmt die musikalische Leitung von Alfredo Catalanis Oper La Wally, die am 25. März Premiere feiert. Die Inszenierung liegt in den Händen von Aron Stiehl.

1892 an der Mailänder Scala uraufgeführt, blieb Catalanis Oper eine Rarität. Berühmt wurde lediglich Wallys Arie „Ebben! Ne andrò lontana“, die stilistisch aus dem Rahmen der eher sperrigen Oper fällt. Dabei wagt Catalanis Musik einen Brückenschlag zwischen italienischen und deutschen Einflüssen – ein Weg, den der Komponist, der im Jahr nach der Uraufführung 39-jährig verstarb, nicht fortsetzen konnte. Marc Piollet erfasst Wallys herbe Art als Konsequenzen für die musikalische Interpretation: „Kein Verismo im Sinne expressiver großer Linien. Die Geschichte wird sachlich und direkt erzählt, was aber genau das Visionäre dieser Oper ausmacht.“

Weitere Aufführungen sind am 29. März, 02./12./20./23. April und am 15./17. Mai 2017.

Rückkehr nach Barcelona ans Teatro Liceu mit Puccinis La Bohème

AKTUELLER SENDETIPP:
La Bohème aus dem Teatre Liceu unter der Leitung von Marc Piollet am 14. Oktober ab 20.30 h auf Mezzo TV!

Marc Piollet kehrt zurück ans Teatro Liceu in Barcelona. Im Juni und Juli (Premiere: 18. Juni) leitet er dort Puccinis La Bohéme. Erstmals wird diese Inszenierung von Jonathan Miller nun am Liceu gezeigt, 2015 feierte sie an der English National Opera Premiere. Marc Piollet ist La Bohème bestens vertraut, schon häufig dirigierte er die Oper, u. a. mit Anna Netrebko als Mimi am Königlichen Theater Kopenhagen.
Am Gran Teatre del Liceu in Barcelona dirigierte Marc Piollet bereits Carmen in einer Inszenierung von Calixto Bieito mit Roberto Alagna als José und Erwin Schrott als Escamillo; die hochkarätige Produktion wurde bei Unitel Classica/C major 2011 auf DVD veröffentlicht.
In Spanien ist Marc Piollet auch am Teatro Real bestens bekannt. Zuletzt hat er dort Wagners Tristan und Isolde in der spektakulären Produktion von Peter Sellars und Donizettis L’Elisir d’Amore dirigiert. Außerdem war er mit Massenets Don Quichotte und mit der aufsehenerregenden Tanztheater-Produktion C(h)oeurs von Alain Platel zu Gast, die anschließend auf zahlreichen großen Bühnen in Europa gezeigt wurde und inzwischen auf DVD vorliegt. In Spanien war Marc Piollet auch mit Piotr Beczala, mit dem er regelmäßig zusammenarbeitet, zu erleben, mit ihm gab er Galakonzerte u. a. im Teatro Real und beim Festival Peralada in Katalonien.

© Covent Garden – Royal Opera House

© Covent Garden – Royal Opera House